Eigenkapital beim Immobilienkauf verständlich erklärt
Warum Eigenkapital so wichtig ist
Eigenkapital ist der Teil der Gesamtkosten, den du ohne Kredit bezahlst. Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto geringer ist das Risiko für die Bank. Sie belohnt das mit niedrigeren Zinsen, und du brauchst ein kleineres Darlehen.
Zum Eigenkapital zählen zum Beispiel Erspartes auf Konten, Wertpapiere, Bausparguthaben und ein bereits bezahltes Grundstück. Auch Eigenleistungen beim Bau erkennen manche Banken in begrenztem Umfang an.
So funktioniert der Eigenkapital-Rechner
Du gibst Kaufpreis, Bundesland, Maklerbeteiligung und dein verfügbares Eigenkapital ein. Für Notar und Grundbuch nutzt der Rechner einen geschätzten Standardwert. Daraus berechnet er:
- Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sowie Maklerprovision.
- Kaufnebenkosten, die du mit Eigenkapital decken möchtest.
- Betrag, der dir zum Decken der Kaufnebenkosten noch fehlt.
- Eigenkapitalquote und benötigtes Darlehen auf Basis deines verfügbaren Eigenkapitals.
Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?
Die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital zu bezahlen, ist eine verbreitete Orientierung. Wie viel Eigenkapital eine Bank tatsächlich erwartet und zu welchen Konditionen sie finanziert, hängt von deiner Situation und dem Objekt ab.
Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist möglich, aber teurer und setzt ein hohes, sicheres Einkommen voraus. Bei Kapitalanlagen kann weniger Eigenkapital aus steuerlichen Gründen sinnvoll sein, erhöht aber das Risiko.
Was der Rechner nicht abbildet
Der Eigenkapital-Rechner liefert eine vereinfachte Schätzung. Einige Punkte sind bewusst nicht enthalten:
- Kosten für Renovierung, Modernisierung oder Umzug.
- Eine Liquiditätsreserve für unerwartete Ausgaben, die du zusätzlich einplanen solltest.
- Individuelle Anforderungen deiner Bank an Einkommen, Bonität und Beleihungswert.
- Förderdarlehen, zum Beispiel von der KfW, die teilweise wie Eigenkapital wirken.